Ortsgeschichte

Aus dem Jahr 930 findet sich die erste urkundliche Erwähnung von Leogang. Damals nannte man die Ortschaft „Liuganga“, was norisch-keltisch war und „Wasserlauf“ bedeutete. Im Jahr 1248 wurde Leugange erstmals in einer Urkunde als Ortsname gebraucht. Die Leoganger Kirche wurde im Jahr 1323 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahr 1490 wurde in Leogang eine gotische Kirche erbaut. Der Kirchtum von dieser steht auch heute noch. Im 16. Jahrhundert betrieb man in der Gemeinde bereits aktiv Bergbau. Im 18. Jahrhundert mussten durch die Vertreibung der Protestanten 287 Leoganger die Heimat verlassen. Sie wanderten vor allem nach Ostpreußen aus. Das waren rund ein Fünftel der Ortsbevölkerung.

Aus dem Jahr 1740 findet sich die Erwähnung einer einklassigen Pfarrschule und im Jahr 1745 wurde die barocke Pfarrkirche erbaut. Im Jahr 1831 werden der Bergbau und der Hüttenbetrieb nach einer Blütezeit im Kupferbergbau eingestellt. Im Jahr 1850 wird Leogang erstmals eine eigene Gemeinde mit 1.225 Einwohnern und fünf Ortschaften und neun Jahr später wird die Gemeinde zu einer eigenen Pfarre erhoben.


Im selben Jahr beginnt eine neue Blüte des Bergbaues für Nickel- und Kobalderzabbau, die für rund 20 Jahre anhält. Im ersten Weltkrieg fallen zahlreiche Leoganger. Zahlreiche gelten auch seither als vermisst. Einige Jahre später, im Jahr 1938 begann man in Leogang mit dem Magnesitabbau. Er wurde bis zum Jahr 1970 betrieben. Im zweiten Weltkrieg fielen wiederum zahlreiche Leoganger, oder gelten seither als vermisst. Das Gemeindewappen wurde der Gemeinde im Jahr 1972 verliehen.

 

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